Bei herrlichem Sommerwetter mit Temperaturen über 30 Grad Celsius waren die Kuchener Radler auf ihrer Fünftagestour im Landkreis Waldshut-Tiengen am Rand des Südschwarzwaldes nahe der Schweizer Grenze unterwegs. Bereits vor 16 Jahren hatten die Radsportler diese Region sowie den Landgasthof „Hirschen” in Albbruck-Birndorf schon einmal ausgewählt.
Der 350 Einwohner zählende Ort liegt auf 498 Metern. Hier mündet das aus dem Schwarzwald kommende Flüsschen Alb in den Hochrhein. Zwei Teilnehmer ließen es sich nicht nehmen, die Anreise mit mehr als 250 km mit dem Rennrad zurückzulegen. Die mit den beiden Fahrzeugen angereisten weiteren sechs Teilnehmer erkundeten am ersten Tag die nähere Umgebung.
Am zweiten Tag hatten sie sich den Schluchsee als Ziel vorgenommen. Diese Etappe führte zum Teil auf über 1.000 m nach Norden, vorbei an der berühmten Rothaus-Brauerei. Der Schluchsee bot einigen der Radsportler eine willkommene Erfrischung, bevor es über Höchenschwand mit einem herrlichen Ausblick auf das Aargauer Jura zurück nach Birndorf ging. An diesem Abend zeigte sich das Nachtquartier, der „Hirschen” in Birndorf, von seiner schönsten Seite. Mit Blick auf die nahe gelegenen Schweizer Berge genoss man das köstliche Abendessen auf der Sonnenterrasse.
Am dritten Tag ging es in die Schweiz, Richtung Aargau, zunächst nach Dogern, über den Rhein, vorbei an Schloss Kasteln, nach Stein am Rhein. Über die eindrucksvolle Bad Säckinger Holzbrücke gelangten wir schließlich nach Bad Säckingen. Bei der Brücke handelt es sich um die längste überdachte Holzbrücke Europas. Seit über 450 Jahren hält sie jedem Besucheransturm und jedem Unwetter stand – dank ihrer sechs Steinträgern. Ein erfrischendes Bad im Hochrhein sorgte für die erwünschte Abkühlung, bevor wir die ca. 190 Höhenmeter zurück nach Birndorf in Angriff nahmen.
Auch an diesem Abend ließ der Speiseplan des „Hirschen” keinen Wunsch offen. Am Samstag führte der Weg zunächst nach Bad Säckingen und dann weg vom Rhein entlang des Wehratals hinauf nach Todtmoos und weiter nach St. Blasien. Die Rückfahrt durch das kühle Albtal nach Albbruck und Birndorf verlief ohne große Anstrengung meist bergab. Insgesamt hatte man somit über 2.200 km zurückgelegt.
Am Sonntag wurden die Räder auf die beiden Fahrzeuge verladen um auf dem Nachhauseweg noch an einem malerischen See bei Grafenhausen einen Badestop einzulegen.