Sorgfältige Angebotsprüfung

Viele Details müssen beachtet werden

Zu Beginn unseres Möblierungsprojekts stand eine grobe Kostenschätzung. Unverbindliche Anfragen bei mehreren Anbietern ließen uns von ca. 20.000.- € Investitionskosten ausgehen. Mit stetiger Zunahme unseres Spendenkontos wurden die Pläne konkreter und wir informierten uns bei Händlern und Herstellern.

Anfang September 2015 besichtigte eine sehr kompetente und kooperative Händlerin unsere Turnhalle und erstellte einen möglichen Bestuhlungsplan. Bei diesem Gespräch wurde der Projektgruppe um Günter Bahner, Ingo Schwind und Manfred Malchow, mit Unterstützung von BM Bernd Rößner, bewußt, wie sorgfältig diese Investition vorbereitet werden muß. Neben gesetzlichen Vorschriften, wie der Versammlungsstättenverordnung sind es die vielen kleinen Details in der Ausstattung der Tische und Stühle, die der besonderen Aufmerksamkeit bedürfen.  Die Stühle sollten senkrecht übereinander stapelbar sein, Stuhlbeine sollten mit Gleitschutz (Filz/Kunststoff) ausgestattet sein, Standardgrößen der Tische sind kostengünstiger als Sondergrößen, Klappmechanismen der Tische müssen qualitativ hochwertig sein, Klappmechanismen werden in Einbein- oder Zweibeinausfertigung angeboten, Aufdoppelungen für Klappgestell oder Rahmen, Transportwagen für Tische u. Stühle. Rückenlehne und Sitzfläche sollten aus einem Stück gearbeitet sind, ebenso der verschweißte Stahlrohrrahmen, der mit der Sitzfläche verschraubt sein soll.

Mitte Oktober 2015 ließen wir uns von einer Herstellerfirma mit Direktvertrieb erste Muster liefern. Auch bei dieser Fachberatung gewannen wir wichtige Erkenntnisse. Die Versammlungsstättenverordnung (VStättVO), ist ab einer Saalgröße von 200 Sitzplätzen zu beachten. Der Mindestabstand zwischen Tischreihen muß 1,50 m betragen und in Reihen angeordnete Stühle müssen fest miteinander verbunden sein. Zwar hat das Gebäude der Schwimmbadturnhalle eine Bestandsgarantie, diese gilt jedoch nicht für Modernisierungsmaßnahmen. Deshalb greift die VStättVO, die bei Nichtbeachtung, Haftungs- und Verantwortungskonsequenzen bei evtl. Schadensfällen nach sich zieht.                   

Neben unterschiedlichen Gestellvarianten und Ausformungen der Sitzschalen, sind Details zu beachten, wie die Wandstärken der Rohrgestelle, Gleitschutz (Kunststoffgleiter/Gelenkgleiter), Reihenverbindungen (Gestellverkettung) und Stapelbarkeit. Sämtliche vorgestellten Stuhlvarianten lassen sich senkrecht, übereinander, bis zu 15 Stühlen stapeln. Je nach Ausstattungsvariante verteuern sich die Stühle um bis zu ca. 7.- € zum Grundpreis. Die von der VStättVO vorgeschriebenen Gestellverkettungen führen zu einer Verbreiterung der Stühle, was bei einer angebotenen Tischlänge von 1,70 m bei 3 Stühlen je Tischseite zu sehr beengten Sitzverhältnissen führt. Wir müssen daher einen neuen Bestuhlungsplan auf der Basis von 1,80 m Tischlänge erstellen.

Die Klapptische unterscheiden sich in den Fußgestellen (Doppelsäule Rundstahlrohr/Einsäule Ovalstahlrohr) und in der Tischplattengestaltung. Für die Tischplatten wird Stabsperrholz (Schreinerplatte) empfohlen. Tischplatten aus Pressspan sollten vermieden werden. Randverstärkungen sind ohne Aufpreis erhältlich. Abgerundete Kanten sollten vermieden werden, weil bei Blockbildungen an den Tischkanten Vertiefungen entstehen. Es gibt bis zu 30 Farbvarianten der Tischplatten. Die Tischplatten sind in unterschiedlichen Stärken und Beschichtungen erhältlich. Die Tischkanten sind mit oder ohne Beschichtung erhältlich. Die Tische sind auf Transportwagen bis zu 10 Stück stapelbar. Bei fehlender Lagerfläche können auch mehr Tische aufeinander gestapelt werden, was jedoch zu Lasten der Leichtläufigkeit des Transportwagens gehen kann oder Eindrücke auf dem Bodenbelag hinterlassen kann.  

Die aktuellen Angebotspreise liegen zwischen 23.000.- und 26.000.- €.

 

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