Knuspriges Brot aus eigener Herstellung

Gelungene Sportalternative

Als wir unsere montägliche Übungseinheit in der Schwimmbadturnhalle wegen einer Veranstaltung nicht durchführen konnten, schlug uns unser Übungsleiter Heiner Maurer  als Alternativprogramm einen Besuch im Backhäusle in Hausen vor. Er ist dort mit Freunden regelmäßiger Gast und hat viel Erfahrung, Brot selbst herzustellen. In geselliger Runde saßen wir lange beisammen und pflegten unsere Kameradschaft. Die Aktion wurde zu einem besonderen Erlebnis für alle Teilnehmer. Wir hatten einen Heidenspaß.

Ein solch erfolgreiches Ergebnis hatten alle 12 Teilnehmer beim ersten Versuch, selbst hergestelltes Brot zu backen, nicht erwartet. Diese außergewöhnliche Alternative zum sonst üblichen montäglichen Sportprogramm wird uns noch lange in guter Erinnerung bleiben. Jeder Teilnehmer hatte seinen eigenen Brotteig vorbereitet. So mancher Sportkamerad blickte stirnrunzelnd in seine Teigschüssel. Bei den meisten überwog die Skepsis, ob der Teig richtig aufgegangen war, die nötige Konsistenz hatte oder eher als Grundlage für Pizza oder flaches Fladenbrot taugte. Einer vermutete gar, daß bei ihm wohl eher Spätzles- als Brotteig entstanden war. Doch Heiner zerstreute die Zweifel und machte uns Hoffnung auf gute Resultate. Er ernannte 2 Kameraden zu Hilfskräften, die die Teiglinge mit Mehl bestäubten und mittels eines Teigschabers aus den Schüsseln auf den „Schießer“ platzierten. Mit geübten Handgriffen übernahm Heiner das „Einschießen“ in den Backofen. Die Wartezeit wurde mit Fachsimpeln während des gemeinsamen Vespers überbrückt. Hatte es in der Vorbereitungsphase noch kleinere Hürden zu überwinden gegeben, klappte am Abend alles wie am Schnürchen. Selbst als wenige Stunden zuvor, krankheitsbedingt, eine Kartoffelsalatspende auszufallen drohte, sprang kurzfristig die Ehefrau eines anderen Sportkameraden ein und produzierte die köstliche schwäbische Beilage für den ofenfrischen warmen Leberkäs. Am Ende durften wir uns über ein reichhaltiges Salatbüfett freuen, das durch frische Brötchen ergänzt wurde, die Heiner Maurer, mit Unterstützung seiner Ehefrau Susanne, am Nachmittag ausgebacken hatte. Und dann kam der Moment der Wahrheit. Gespannt schauten wir zu, wie Heiner Maurer mit dem Brotschieber die ausgebackenen Brote aus dem Ofen holte. Es gab nur freudige Gesichter. Knuspriges Brot war entstanden und alle Zweifel verflüchtigten sich. Ein, eigentlich als Weißbrot konzipiertes Brot, glich am Ende eher einem sehr dunklen Schwarzbrot, aber die Mehrzahl der entstandenen Endprodukte war sehr gelungen. Dieses unerwartete Ergebnis unseres ersten Backversuchs wurde noch lange und ausgiebig mit Bier und Wein begossen. Es war ein tolles Gemeinschaftserlebnis, zu dessen Gelingen mehrere Kameraden in Organisation und Vorbereitung beitrugen. Heiner Maurer und seiner Ehefrau Susanne gebührt unser Dank für dieses Erlebnis der besonderen Art, das die Kameradschaft und Geselligkeit unserer Truppe stärkt. Auch in unserem 10-jährigen Jubiläumsjahr gehen uns die guten Ideen nicht aus und wir machen immer wieder neue und interessante Erfahrungen. Dieser gelungene Abend war Ansporn für weitere innovative Aktivitäten.

 

 

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