Sommerprogramm läuft langsam an

Stadtführung in Göppingen

Die Corona bedingten Einschränkungen führten zu relativem Stillstand innerhalb unserer Sportgruppe. Mit fortschreitender Lockerung versuchten sich ein paar wenige Sportkameraden mit gelegentlichen Nordic Walking Runden im Schafenberg. Die meisten geplanten Aktivitäten, wie eine Wanderung im Schlater Wald, Volleyball auf dem Sportplatz Espan, Aqua-Fitness im Thermalbad oder Minigolf in Geislingen mußten jedoch ausfallen. Im kleinen Kreis trafen wir uns gelegentlich im Biergarten. Die erste größere gemeinsame Unternehmung fand am 13.07.20. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen war schnell die höchst zulässige Teilnehmerzahl von 20 Personen erreicht. Mit der Bahn fuhren wir nach Göppingen, wo uns Stadtführer Rudi Bauer in die Geschichte und Gegenwart der Stauferstadt einführte. Rudi Bauer, gebürtiger Göppinger und aktiver Stadtrat erwies sich als profunder Kenner des Göppinger Stadtgeschehens. Wir waren beeindruckt von der städtebaulichen Entwicklung der Kreisstadt. Rudi Bauer erklärte, daß die meisten Einwohner in den Stadtbezirken wohnen. Aktuell führt der Trend jedoch zurück in die Kernstadt. Entgegen der allgemeinen Lage sind die kommunalen Finanzen in sehr gutem Zustand und das wirkt sich auf die Gestaltung der Innenstadt positiv aus. Rudi Bauer führte uns an markante Plätze der Stauferstadt und spannte den Bogen von der reichhaltigen und bewegten Stadtgeschichte zur modernen Urbanität. Weltmarktführer wie Märklin, Böhringer und Schuler haben an Bedeutung verloren, aber ihre Spuren hinterlassen. An ihre Stelle sind neue Unternehmen von Weltgeltung getreten. Die Kelten, die Alamannen und das Kaisergeschlecht der Staufer, mit dem prominentesten Vertreter Friedrich Barbarossa, haben die Stadt nachhaltig geprägt. Rathaus, Marstall und die Stadtkirche liefern interessante Zeugnisse der Stadtgeschichte. Im Stadtschloss konnten wir die Rebenstiege bewundern, einen in Stein gemeißelten Rebstock über 71 Stufen. Wir lernten Göppingen von einer ganz anderen Seite kennen. Manchmal lohnt es sich, sich in der nahen Umgebung umzuschauen und Dinge und Geschichten zu entdecken, die man bisher wenig beachtete. Rudi Bauer gestaltete die Führung kurzweilig und unterhaltsam. Er verabschiedete sich mit der Empfehlung, den Biergarten im „Andechser“ am Schillerplatz zu besuchen. Hier kamen alle auf ihre kulinarischen Kosten und selbst die eifrigsten Esser kamen ob der Riesenportionen von Schweinshaxen oder Schwabentellern an ihre Grenzen.  

 

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