Mit dem Segway auf die Albhochfläche

Nervenkitzel mit besonderem Naturerlebnis

Segway fahren, anfänglich auf Asphalt, später auf Schotter- und Waldwegen, hinauf auf die Albhochfläche, mit Auf- und Abfahrten, sorgt gelegentlich für Nervenkitzel. Die Planungen für dieses besondere Event begannen schon im Vorjahr. Doch die Skepsis überwog und die Mehrheit wollte sich dem außergewöhnlichen Vorschlag nicht anschließen. Nachdem mangels Ideen, bereits ein Montagstermin im Rahmen des diesjährigen Sommerprogramms ungenutzt verstrich, ergriffen 5 entschlussfreudige Mitglieder die Initiative und buchten bei der Eventagentur „con la natura“ in Gruibingen eine Segwaytour. Schließlich schlossen sich immer mehr Sportkameraden der Idee an. 9 Teilnehmer wollten sich dieser besonderen Herausforderung stellen. Einer hat leider den Termin verpaßt und so bewegten wir uns noch zu Acht mit dem Segway durch die Wälder rund um Gruibingen und Wiesensteig. Niemand hat die Teilnahme bereut. Es war ein außergewöhnliches Erlebnis. Der Fahrer steht zwischen zwei nebeneinander angeordneten Rädern auf einer Plattform und kann sich an einer Lenkstange festhalten. Jedes Rad verfügt über einen elektrischen Einzelradantrieb. Unterschiedliche Drehzahlen der Räder ermöglichen Kurvenfahrten wie bei Kettenfahrzeugen. Das Fahrzeug ist selbstbalancierend. Der Segway fährt automatisch in die Richtung, in die sich der Fahrer neigt. Im Hof der Fa. „con la natura“ wiesen uns unsere beiden Guides in die sichere Handhabung dieses Fortbewegungsmittels ein. Der erste Sturz verlief glimpflich, sensibilisierte uns jedoch im Umgang mit dem Zweirad. Nach kurzer Zeit wurden wir sicherer in der Handhabung und genossen die Fahrt von Gruibingen durch das Winkelbachtal und über den Sickenbühl zum ersten Aussichtspunkt ins Neidlinger Tal. Weiter ging es zur Burgruine Reußenstein, ehe wir wieder über Waldwege in Richtung Wiesensteig hinab fuhren, wo wir an der Papiermühle auf die junge Fils trafen. In einer Linkskurve kam ein Sportkamerad mit dem linken Rad auf unbefestigten Untergrund. Sofort drehte sich sein Segway um die eigene Achse und der Kamerad stieg unfreiwillig ab. Nach einer weiteren Unachtsamkeit drehte ein anderer eine ungewollte Pirouette, als er mit dem rechten Rad aufs Bankett geriet. Allerdings konnte er diesen Dreher geschickt ausbalancieren und mußte nicht absteigen. Vorbei an der Brückenbaustelle zwischen Boßler- und Steinbühltunnel kamen wir nach Mühlhausen, ehe wir, entlang der Autobahn, nach 2 Stunden Fahrtzeit und 22 zurückgelegten Kilometern wieder Gruibingen erreichten. Auf dem letzten Kilometer ging dann 2 Geräten die Energie aus. Die letzten Meter legten die liegengebliebenen Kameraden und ihre Segways mit dem „Besenwagen“ der Eventagentur zurück. Der sichere Umgang mit den wendigen Fahrzeugen erfordert Körperbeherrschung und Koordinationsvermögen, besonders auf unebenem Untergrund. Die herrliche Natur bietet manchen Augenschmaus, nachdem man immer entspannter auf dem Gerät steht und in der Handhabung immer sicherer wird. Obwohl wir voll konzentriert waren, hatten wir viel Spaß und Freude an diesem Event. Absolut empfehlenswert!!!

 

 

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